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Sonntagskolumne 08/12: Ist es wirklich…

…so, dass zwei plus drei hin und wieder zwölf ergibt?

Tja, wie ist das so mit dem Schlaf? Warum wird er als so wichtig angesehen, wenn es doch heißt, dass die Lebenserwartung sinkt, wenn man dauerhaft überdurchschnittlich viel schläft?
Es ist ein halber Mythos, dass Napoleon dauerhaft immer nur vier Stunden geschlafen hat und dabei war er ein großerkleiner Kriegsführer. Lag es an der Körpergröße oder am Schlaf, dass man ihm nachsagte, größenwahnsinnig geworden zu sein? Über Tote soll man bekanntermaßen nichts Schlechtes sagen, deshalb will ich die ganze Sache auch nicht weiter vertiefen, sondern lieber euch ein bisschen etwas über meine Situation dazu erzählen.
Ich bin ein Vielschläfer. Unter 8 Stunden ging irgendwie nie etwas und wenn ich diese für mich angenehme Zeit nicht erreichte, wandelte ich schlaftrunken durch den Tag und sehnte mich nach einem Nickerchen.
 Aber wie soll man diese Leidenschaft mich all den Verpflichtungen und anderen Leidenschaften unter einen Hut bringen? Aus rein wirtschaftlicher (und utilitaristischer –Glücksmaximierung)Sicht ist die einzige sinnvolle Lösung ist, eine Leidenschaft zurückzustellen, um die anderen zu maximieren. Weniger Schlaf- mehr Freunde treffen/ kreatives Ausleben/ Arbeiten/ Uni/ ect… So lange diese Zurückstellung sich nicht negativ auf die anderen auswirkt. Also musste ich einfach meine Schlafgewohnheiten ändern und Napoleons Erbe antreten.
Also springe ich von einem Strommast zum nächsten, um wie ein Irrer so viel wie möglich vom Leben mitzunehmen. Dass ich einmal, auf einem Sessel sitzend, nachts um 4, einen Moment des Schlafes der Schwäche hatte, ignorieren wir mal gepflegt. Aber um euch zu beweisen, dass ich damit nicht allein bin, stelle ich euch heute eine Gleichgesinnte vor. Zwar mixt sie in ihr Leben eine kleine Prise mehr Schlaf, aber diesen hält sie zu der langweiligsten Tageszeit hab (von 8 Uhr bis 11 Uhr). Da ich heute mal etwas größenwahnsinnig bin, stelle ich euch ihren Namen (von der Redaktion geändert)vor: Nennen wir sie mal Mikki. Besagte Person hat heute mir zum Nicht-Schlafen Gesellschaft geleistet, doch irgendwie konnten wir unseren Plan der Weltherrschaftsübernahme nicht so ganz umsetzen, weil… wir eingeschlafen sind. (Sogar im Bett!) Um euch jetzt den komplexeren mathematischen Ausnahmehintergrund einer Theorie zu erläutern, muss ich diesen ganzen Prozess natürlich kürzen und vereinfachen, aber wenn ihr das dann versteht, werdet ihr da Gefühl haben, ein kleines Wunder erlebt zu haben. Wenn ein Mensch durchschnittlich pro Nacht nur so zwei Stunden schläft und ein zweiter Mensch durchschnittlich pro Nacht in etwa drei Stunden schläft, und diese beiden zusammen schlafen (nicht miteinander! (oder vielleicht doch? ;D Nicht?- die Theorie ist noch nicht komplett ausgereift)) und dabei beide sechs Stunden schlafen, ergibt das dann wiederum zwölf Stunden Schlaf. Daraus folgt, zwei plus drei ist eben hin und wieder doch zwölf. Das ist die berühmte Deggersche Theorie, die eure Kinder später einmal in der Schule lernen müssen! ;)
Published inSchreibenSonntagskolumne

Ein Kommentar

  1. Ich bin ja der felsenfesten Überzeugung, dass diese “Mikki” sich vor lauter Glückseligkeit gar nicht mehr mit solch rudimentären Gedanken auseinandersetzen wollte.
    Ich bin der Meinung “Glühwürmchen und Maus” sollten gezielt und teenieorientiert-organisiert mit Hilfe der Bravo die Weltherrschaft ergreifen und Napoleon mal zeigen, wie der Hammer richtig hängt.
    So, oder so ähnlich ;)

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