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Zwischenstand

Seit 15 Tagen ernähre ich mich nun schon vegan. Meine anfänglichen Sorgen sind langsam in Gewohnheit umgeschlagen. Klar nervt es mich immer noch, nicht unbeschwert durch die Stadt zu gehen und einfach mal so irgendetwas Leckeres zu essen. Im Gegensatz zu nicht-veganem Essen muss man sich schon mal ein paar Minuten länger in die Küche stellen (statt einfach den Lieferservice anzurufen oder auf eine 5-Minuten Terrine zurückzugreifen). Ich bin im Kochen deutlich kreativer geworden. 
Gestern Abend wurde ich von einem Veganer(4life) gefragt, ob ich denn schon die “spirituelle” Veränderung bemerkt habe. Ich weiß nicht genau, worauf er hinaus wollte. Ich konnte nur feststellen, dass ich momentan nicht so ganz den “normalen” Lebensmitteln hinterhertrauere, auch wenn ich manchmal schlaflos wach liege und an Uno-Pizza denke. Mittlerweile habe ich dann doch schon eine beträchtliche Menge an Lebensmitteln für den Alltag gefunden und sogar die Sojamilch im Kaffee lieben gelernt. 
Leider ist Halle nicht die Metropole schlecht hin, sodass es immer noch eine Herausforderung ist, vegane Gerichte in Restaurants (etc.) zu finden, aber an alle Suchenden kann ich nur folgenden Tipp weitergeben: Asiatisches Essen! Viel wird mit Kokosmilch und Curry gemacht und Tofu ist dort kein Fremdwort. Beim Inder, Vietnamesen, Chinesen und so weiter findet sich meist eine (oder mehrere) vegane Speise(n)
Vielleicht habe ich momentan auch einfach genug Möglichkeiten, Zerstreuung zu finden, schließlich stehen bald mehr als genug Prüfungen an, für die es lohnenswert wäre, hin und wieder zu lernen. Eigentlich versuche ich diesen Fakt gekonnt zu ignorieren, allerdings ist das gar nicht so leicht. Immer wieder komme ich mit Kommilitonen auf das Lern-Thema zurück und bekomme ein schlechtes Gewissen, wenn ich den Fleiß der anderen sehe. Meine Schwierigkeit besteht momentan darin, dass dieser Außendruck meine Kreativität anscheinend fördert. Anstatt stundenlang in Matheberechnungen zu versinken, schreibe ich lieber. Aber ich denke, die richtige Lern-Erleuchtung finde ich dann noch kurz bevor es ernst wird. Schließlich war schon meine Mutter der Typ Mensch, der erst gut und intensiv lernen konnte, wenn der innere Stress (also kurz vor der Prüfung) zu groß wurde. Das ist meine Rechtfertigung. Kommt bei mir dann bestimmt auch noch. 

Also, Abwarten, dem Schnee beim Fall beobachten und Tee trinken ;)
Published inLeben

Ein Kommentar

  1. “Ich habe ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe.”
    Ich weiß genau wovon du sprichst. Hab selbst in 10 Tagen noch 3 Prüfungen, sollte 2 Arbeiten beginnen zu schreiben und Latein lernen – und genau jetzt sprudeln alle möglichen Ideen nur so aus mir raus – egal ob es das Bloggen, die Wohnung, DIY Ideen oder einfach das Schreiben ist. Es ist wie verhext!

    Respekt das du dich vegan probierst – ich könnte es eindeutig nicht!^^

    lg,
    chris

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