Zum Inhalt

KATEGORIEN

2052- Der neue Bericht an den Club of Rome

Informationen:
Autor: Jorgen Randers
Seiten: 432
Verlag: oekom
Bestellmöglichkeit: klick

Inhalt: »2052«- der neue Bericht an den Club of Rome skizziert eine Zukunft, die ganz anders sein wird als wir uns dies heute vorstellen können. Welche Nationen werden ihren Wohlstand halten oder gar vermehren – welche unter der künftigen Entwicklung leiden? Wie wird sich der Übergang zur wirtschaftlichen Vorherrschaft Chinas gestalten? Ist die Demokratie nach westlichem Vorbild geeignet, die großen Menschheitsprobleme zu lösen? Jorgen Randers, einer der Co-Autoren des Meadows-Reports von 1972, hat ein Szenario für die nächsten 40 Jahre erstellt; er stützt sich dabei auf globale Prognosen führender Wissenschaftler, Ökonomen und Zukunftsforscher.Trotz der überwiegend düsteren Prognosen glaubt Randers nicht an einen globalen Kollaps, denn »der Anpassungsprozess der Menschheit an die Grenzen dieses Planeten hat begonnen«. Aber der Report gibt auch keine Entwarnung, denn die Zukunft wartet mit gewaltigen Herausforderungen auf, wird geprägt sein von sozialen Unruhen und zahlreichen Umbrüchen. Sie zu meistern wird unsere Jahrhundertaufgabe sein; »2052« liefert hierzu die (über)lebensnotwendigen Grundlagen.
 
via Blogg dein Buch

 

Bevor ich das Buch in den Händen hielt, war ich skeptisch. Schließlich sind es nicht gerade wenig Seiten. Ich hatte etwas Scheu davor, das Buch zu beginnen, weil ich nicht wirklich wusste, was mich erwartet. Was, wenn es ein hochwissenschaftliches Buch ist, in dem in jedem Satz mindestens zwei Fremdwörter vorkommen? Was, wenn ich jede Seite hochkonzentriert fünf mal lesen muss, bevor ich überhaupt etwas verstehe? 
Doch kaum fing ich an zu lesen, war ich begeistert und meine Ängste stellten sich als unbegründet aus. Herr Randers hat einen sehr individuellen Schreibstil, der das Lesen sehr angenehm macht. Es ist nicht so, dass es zu einfach/dramatisch oder gar reißerisch geschrieben ist, einen gewissen Anspruch stellt das Buch schon an seinen Leser. Aber es wird nicht wirklich viel Vorkenntnis von den Lesern vorausgesetzt. Schon allein das motiviert zum Weiterlesen.  (“Wenn sie die letzten vier Sätze nicht verstanden haben, machen Sie sich keine Sorgen. Sie richten sich an die Computer- und Mathematik-Fans, […]” Seite 28)
Sehr ausführlich erklärt der Autor seine Methoden und die Herangehensweise für die Analyse. Er erwähnt auch immer wieder, dass es nur ein Versuch für eine Prognose ist. Das macht ihn sehr sympathisch, weil er seine Arbeit zwar ernst nimmt, aber sich selbst nicht zu sehr- er ist auch nur ein Mensch mit Vermutungen und ein paar Daten. 
Leider wird aber genau diese distanzierende Art für Randers zum Problem. Ich finde, dass er zu oft und zu permanent auf eine Methoden eingeht und einen Tick zu entschuldigend wirkt, anstatt in das Thema einzutauchen und knallhart seine Meinung zu sagen. 
Die Thematik hangelt sich durch das Buch, in dem immer wieder Ausblicke verschiedener Experten eingebracht sind. Diese müssen nicht immer korrekt sein, im Nachhinein äußert der Autor sich immer ehrlich dazu. Dadurch gewinnt er an Glaubwürdigkeit, weil die Fakten/Meinungen nicht selektiert wirken und man das Gefühl hat, einen Rundumblick vermittelt zu bekommen. 
Wesentliche Themen, die behandelt werden sind: Veränderung der gesellschaftlichen/wirtschaftlichen Ansprüche (materiell-> immateriell), politische Entwicklungen (neue demokratische Formen), Bevölkerungsveränderungen/-wachstum (Änderung des Gesellschaftsvertrags) und klimatische Veränderungen/Ressourcenknappheit. 
Letztendlich gefällt mir das Buch sehr gut, zumal die Ausblicke von Experten und die Grafiken das Thema sehr veranschaulichen. Die am Ende gegebenen 20 Ratschläge für die Zukunft entwerten ein bisschen das voran Gelesene. Sie wirken eher wie aus einem selbsthilfe-pseudo-wissenschaftlichen Buch. Beim Lesen konnte ich nicht wirklich ernst bleiben (Erziehen sie ihre Kinder nicht zu Naturliebhabern (4), Tun Sie mehr, als Sie müssen. So vermeiden sie später das schlechte Gewissen (15)). Allerdings kann ich es nur weiterempfehlen. Man bekommt einen kleinen Einblick in die jetzt ablaufenden Prozesse, erlangt ein bisschen mehr Kenntnis über die oben genannten Themenkomplexe und bildet sich beim Lesen permanent selbst eine Meinung. Nachdenken, dass Spaß machen kann!
www.bloggdeinbuch.de


Published inSchreiben

Ein Kommentar

  1. Josephine, der Meadows-Report von 1972 ist mir ein Begriff. James Redfield setzt sich in seinen Romanen “Die Prophezeiungen von Celestine“, “Die zehnte Prophezeiung von Celestine“, “Das Geheimnis von Shambhala“ und “Die zwölfte Prophezeiung von Celestine“ ebenfalls mit der Zukunft der Menschheit auseinander. Er hat auf alle Fälle mit Hilfe des Romans andere Möglichkeiten. Deine Idee, an drei Tagen zu schweigen, finde ich gut. Es ist möglich, in einem 10-Tagekurs die Vipassana Meditation kennen zu lernen. Währen dieser Zeit wird meditiert und gleichzeitig geschwiegen. Henry

Kommentar schreiben:

Close
%d Bloggern gefällt das: