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Gefühlswelt?

 

Wer nicht zuweilen zuviel empfindet, 
der empfindet immer zu wenig. 
(Jean Paul)
Das ist mein momentanes Motto. Mein Mantra. Das ist all das, womit ich mich gerne rechtfertige.
Es gibt Momente, da könnte ich vor Emotionen platzen, da prasseln diese wie ein Platzregen auf mich nieder und mir wird ganz schwindelig. Ich spüre dann, dass ich was tun muss, dass ich aufstehen und losrennen muss, um es zu ertragen. Doch stattdessen bleibe ich gelähmt an Ort und Stelle und warte darauf, dass meine Emotionen bis in den Bauch absacken, wo sie schäumen und sprudeln und kribbeln und mir fast den Atem verschlagen. Ich bin dann nicht mal in der Lage, meine Emotionen genau zu definieren. Es ist von allem was dabei und es gibt anscheinend auch keinen bestimmten Auslöser.
Mein Kopf ist dann:
1. Auf einmal gähnend leer und ich bin nicht in der Lage, einen Gedanken aufkommen zu lassen.
Oder
2. der Kopf ist so voll, das unglaublich viele Gedanken umherschwirren. Doch kein Gedanke ist fassbar, weil jeder einzelne wie ein Wassertropfen auf einer Seeoberfläche hunderte konzentrische Kreise bildet und ein kleines Wellenmeer in mir herumspukt. Und damit läuft es wieder auf Punkt 1 hinaus:
Mein Kopf ist leer, alles neutralisiert sich und ich starre und starre und starre und starre und spüre nur dieses Kribbeln in meinem Bauch. Diese Emotionsneutralität schlaucht dann ganz schön, ich spüre das Gute und Böse zugleich und Glück und Unglück verklumpen sich dann zu einer grauen, dickflüssigen Masse, die ich erstmal eine Weile verdauen muss. Gegen diese Gelähmtheit hilft Ablenkung am Besten.
Wenn ich nicht alleine mit mir bin ist das ganz einfach.
Wenn ich das doch bin- nun dann picke ich mir eine Emotion raus, auf die ich gerade Lust habe und versuche mich auf die zu konzentrieren. Schaue mir was lustiges an oder höre traurige Musik- je nachdem.
Published inLeben

Ein Kommentar

  1. Es ist ein bisschen schwierig, das genau zu definieren, aber ich versuchs mal:
    Emotionen ist der psychische Prozess, wenn man etwas wahrnimmt, und die daraus folgenden physichen (also körperlichen Veränderungen); während das Gefühl das ist, was man daraus interpretiert. Also angenommen, du bist im Fußballstadion und deine Lieblingsmannschaft schießt kämpft sich langsam zum Tor vor. Dein Herz beginnt vielleicht zu rasen, du wirst ganz unruhig und du zitterst. Das ist die körperliche Erregung, also die Emotion (was sich da in deinem Gehirt zuvor abspielt, lass ich mal weg, das wäre zu kompliziert und umfngreich). Dein Gehirn interpretiert daraus jetzt, dass es sich um Aufregung und Vorfreude auf ein mögliches Tor handeln könnte. Das ist das Gefühl, das du dann hast. In einer anderen Situation (z.B. wenn du vor einem Löwen stehst, der dich angreifen will), interpretiert das Gehirn die gleichen Symptome anders, nämlich als Angst, was wiederum das Gefühl wäre.

    Ist es jetzt ein bisschen klarere? Okay, die Beispiele sind vllt ein bisschen schlecht gewählt :)

    http://fairytalemiracle.blogspot.de/

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