Zum Inhalt

10 Dinge, die…

Ich hab mir gedacht, dass ich mal eine neue Post-Kategorie einführe, um eine frische und unbeschwerte sommerliche Brise durch Blueten Staub wehen zu lassen.
10 Dinge, die… soll in regelmäßigen Abständen ein paar lustige fun-facts über mein Leben- umgewandelt in einen nützlichen Ratgeber für zukünftige Josephines [oder zuliebe meiner Freunde: Josberts] – verraten. Dinge, die schief gehen können, die man unbedingt erleben muss, die man unbedingt NICHT erleben muss, Dinge, die man einplanen kann oder die man sonst viel zu schnell vergisst.

Heute, zur Premiere:

… man als Blogger vielleicht vermeiden sollte.

  1. Inkonsequenz. Jemand, der in einem Kommentar die Bloggerin für ihr Umweltbewusstsein lobt und sich in einer Community gegen das Essen von Fleisch einsetzt, sollte vielleicht nicht gerade einen Post über das Rezept eines Hackbratens veröffentlichen. Da kann man ganz schnell Glaubwürdigkeit verlieren.
  2. Freunden von dem Blog erzählen, wenn man von seinem Privatleben auch in der Realität erzählen will. Wenn all deine Freunde den Blog kennen (und ihn lesen), ist die Gefahr hoch, dass du die besten Neuigkeiten nicht mehr erzählen musst, weil sie schon via Blog gelesen wurden.
  3. Alternativ: Private Themen auf dem Blog vermeiden. Tja, das kommt aber auf den eigenen Anspruch und die Persönlichkeit an ;)
  4. Nicht unbedingt über Eskapaden berichten. Nicht, dass man sich für manche Dinge schämen muss, ich denke Ehrlichkeit ist wirklich schön. Es seid denn, deine Mutter kennt den Blog und ließt dann mal so zufällig über deinen letzen Vollrausch, deinen letzten One-Night-Stand oder das Ende einer Beziehung.  Folgerung: Entweder Punkt 2 oder 3.
  5. Überheblichkeit. Vielleicht denkt man sich im Stillen, das der eine oder andere Blog nicht so schön ist, wie der Eigene, aber das Gute am Denken ist, dass es niemand mitbekommt. So sollte es auch bleiben, denn sonst maßt man sich selbst Unfehlbarkeit an und gibt seinen eigenen Blog frei für vernichtende Kritik.
  6. Kommentare ohne Moderation veröffentlichen. Hater hat jeder, einige eher wenige, einige mehr, ich vermutlich viele. Und damit die wiederum ihre bösartigen Beleidigungen und schlechte Laune unbemerkt auf deinem Blog lassen können- jeden Kommentar erst checken, bevor er veröffentlicht wird. Mit einem einfachen “Klick” ist der Kommentar dann verschwunden- Ignoranz ist manchmal auch angenehm ;)
  7. Bloglayout nicht hundertmillionenmal absichern. Das Design wirkt veraltet und das Layout chaotisch- alles muss neu werden. Aber bevor man überhaupt anfängt, etwas zu ändern, verhält es sich wie bei einem alten Laptop: Immer wieder Sicherheitskopien machen, sonst ist im schlimmsten Fall alles weg!
  8. Computernerds verurteilen. Irgendwann kommt der Tag, an dem man irgendetwas im HTML oder CSS verändern / programmieren muss. Wenn dann die Kenntnisse fehlen und das beste Tutorial gerade mal nicht funktioniert, gibt es nur einen Retter: genau diesen Computernerd, den man zuvor nur skeptisch beäugt hat.
  9. Werbung dem eigentlichen Inhalt Vorrang geben. Okay, das ist natürlich eine Einstellungssache, aber primär sind Blogs ja nicht als Einnahmequellen gedacht und ich glaube jeder, der beim Lesen des Posts Gefahr läuft, pro klick gleich drei weitere Seiten für Online-Shops zu öffnen, hat keinen Spaß mehr am Lesen.
  10. Eine falsche Realität vermitteln. Wie leicht ist es, auf dem Blog ein ganz bestimmtest Bild von sich selbst zu präsentieren und nur seine Schokoladenseiten zu zeigen. Aber als Blogger trägt man auch eine gewisse Verantwortung gegenüber den Lesern- man kann Menschen triggern, mit bestimmten und beständigen Wiederholungen und Betonungen. Essstörungen und oberflächliche Denkweisen können gefördert werden. Wenn Modeblogger nur Fotos machen, auf denen sie Lippenstift tragen, könnten sie im schlimmsten Fall dazu beitragen, dass das 14-Jährige Mädchen XY sich ohne Lippenstift hässlich fühlt und das Haus nur noch geschminkt verlässt.
Published inSchreiben

6 Comments

  1. Tolle Idee, und wie recht du hast! :)

  2. Anonymous Anonymous

    Zu Punkt 6: Zensur verherrlichen! Natürlich muss man sich keiner sachlichen Kritik stellen. Lass den Leuten doch ihre rosarote Welt. Is ok, man kennt sich dort und kann sich weiterhin friedlich selbst beweihräuchern.
    Viel Spaß dabei.

    • Es geht mir bei Punkt 6 nicht darum, Kritik zu zensieren. Zumindest keine sachliche und konstruktive Kritik. Aber diverse Aussagen anonymer Nutzer wie: “Dein Inhalt ist dumm.” “Du bist dumm/hässlich/blöd” haben nichts mit konstruktiver Kritik zu tun, sondern nur etwas mir Frust abbauen. Und zum Frust abbauen ist mein Blog nicht da. Wenn jemand mich beleidigen will, ohne begründete Kritik, dann sollte er das in der Realität tun und nicht feige und anonym im Internet. ;)

  3. Vor allem das mit den Freunden und der Persönlichkeit ist ein wichtiger Punkt denke ich! Nur meine engsten Freunde wissen, dass ich blogge & wenn ich wirklich etwas stark persönliches veröffentliche, wissen die das mit großer Sicherheit schon Stunden, Tage, wenn nicht sogar Wochen vorher. Das ist auch wichtig für mich.
    Ich meine ich liebe das Bloggen und die Bloggerwelt, aber die richtige Welt hier draußen, liebe ich doch um einiges mehr – für nichts in der Welt würde ich das eintauschen wollen!!!

    Die aller liebsten Grüße xx

  4. Anonymous Anonymous

    Sicherlich trifft das auf die von Dir beschriebene Form von Kritik zu und dazu, da gebe ich Dir Recht, ist der Blog mit Sicherheit nicht da. Anders verhält es sich mit Kritik bzgl. des Inhalts und des Stils. Man sollte sich zuweilen schon die Frage stellen, ob dies ein Forum der Selbstbeweihräucherung ist (was auch Existenzberechtigung genießt), oder ob man sich differenziert mit Dingen auseinander setzen will. Man sollte jedoch nicht letzteres anstreben und ersteres praktizieren.

Kommentar schreiben:

Close
%d Bloggern gefällt das: