Zum Inhalt

KATEGORIEN

[Musikerinterview] Teil 2 von 3: Tim Gerrits

Nachdem mir letzte Woche der unbekannte Interpret einige Fragen beantwortet hat, habe ich heute noch jemanden für euch. Er wohnt zwar nicht in Halle (sondern im bösen, bösen Magdeburg), aber ich kenne ihn schon einige Zeit über seine Gastauftritte bei Poetry Slams und möchte euch ihn, Gewinner der SWM Music-Kids 2013, nicht vorenthalten…

Interview mit…

Tim Gerrits

 

1.Wie hast du zur Musik gefunden? Hast du schon als Kind Musik gemacht?
„Bei uns zu Hause stand ein Klavier, auf dem ich als Kleinkind herumhauen konnte. “Offiziell” angefangen hat es dann aber mit Glockenspielunterricht in der Grundschule und anschließend einige Jahre Klavierunterricht. Als mir das dann in der Pubertät zu uncool wurde, habe ich angefangen, Gitarre zu lernen und schließlich auch, eigene Musik zu schreiben.“
 
2.Wie lange bist du schon als Musiker unterwegs? Was machst du, wenn du gerade kein Musiker bist?
„In meiner Heimat habe ich noch in einer Band gespielt, einer Rockband natürlich ;) Erst als ich 2010 nach Magdeburg gezogen bin, und somit meine Band verlassen musste, wurde es konkreter, auch mal als Solokünstler aufzutreten. Normalerweise studiere ich Computervisualistik in Magdeburg und arbeite vor Ort als Webentwickler in einer Firma.“
 
3.Was gefällt dir an an deinem Musikerdasein am Besten?
„In erster Linie das Spielen selbst. Die schönsten Momente sind es aber, wenn man anfängt zu spielen und man merkt, wie Zuhörer plötzlich aufmerksamer und ruhiger werden, weil es sie wirklich interessiert, was da vorne passiert. Das schafft eine wundervolle Stimmung.“

 

 
4. In welches Genre würdest du deine Musik stecken?
„Zum Glück haben irgendwelche Menschen mal das Genre “Singer-Songwriter” erfunden. Da weiß niemand,  was für Musik letztendlich gemacht wird. So kann man die Leute selbst entscheiden lassen, wie die Musik schlussendlich für sie klingt.“
5.Welche deiner Lieder performst du am liebsten?
„Das rotiert tatäschlich immer wieder durch. Es gibt ganz alte Lieder, die ich manchmal nicht mehr spielen will, weil sie mir zu alt vorkommen, anderseits möchte ich manchmal neue Lieder nicht spielen, weil ich das Gefühl habe, daran müsste nochmal ein bisschen geschraubt werden. Das ganze kann sich aber auch aus
dem Nichts ändern und ich habe richtig Lust, ein altes Lied wieder auszupacken.“
6.Welche Menschen inspirieren dich?
„Wenn es jetzt rein um die Musik geht, wäre es eigentlich unfair Namen zu nennen, da es so viele Musiker gibt, die mich mit ihrer Musik beeinflusst haben. Jedoch einen besonders großen Einfluss hatten Gitarristen wie Andy McKee oder Craig d’Andrea, die für die sogenannten Fingerstyle Spieltechniken bekannt wurden.
Was die Texte angeht ist es genauso. Es gibt so viele Menschen, nicht nur Musiker, aber auch Freunde und Bekannte, sowie deren Geschichten, die mich beeinflussen.“

 

 
7.Was für Instrumente kannst du spielen?
„Ist natürlich die Frage, was man unter “können” versteht. Gitarre und Klavier sind auf jeden Fall Instrumente, mit denen ich schon vieles ausprobiert, gelernt und geschrieben habe. In meiner kleinen geheimen Musiksammlung in meinem Zimmer liegen aber auch Dinge wie Mundharmonika, Shaker-Ei, Kazoo oder Melodika rum. Ich würde gerne noch viele weitere Instrumente besitzen und lernen, um sie hier und da einsetzen zu können.“
 
8. Hast du schon musikalische Pläne für die nahe Zukunft?
„Ich habe mir vor kurzem eine Loop Station gekauft, also ein Gerät, mit dem ich während des Spielens mehrere Tonspuren aufnehmen, abspielen und loopen kann. Da ich für ein halbes Jahr nach London ziehe, um dort mein Praxissemester zu verbringen und meine Bachelorarbeit zu schreiben, werde ich dort viel Zeit damit verbringen, damit herumzuspielen und neue Lieder zu schreiben. Wenn ich zurück bin möchte ich dann auch möglichst bald ins Studio und mein erstes richtiges Album aufnehmen.“

 
9.Vervollständige den Satz: In zehn Jahren sehe ich mich….
„…hoffentlich menschlich und musikalisch erfahrener und um viele tollen Geschichten reicher.“
 
10.Magst du Halle oder Magdeburg lieber? Gibt es einen bestimmten Ort, der dir
am liebsten ist?(& wie bist du dazu gekommen, nach Magdeburg zu ziehen?)
„Ich gebe jetzt einfach mal die Kuschelkurs-Antwort: Ich mag sie beide sehr.
Ich bin damals wegen meines Studienganges nach Magdeburg gezogen, ohne von dieser Halle-Magdeburg-Wettbewerb-Sache zu wissen und habe Magdeburg inzwischen als eine Stadt lieben gelernt, die einem viele Möglichkeiten bietet, sich vor allem künstlerisch auszuprobieren. Hier wohnen tolle Menschen, Freunde und Künstler, denen ich nicht nur musikalisch vieles zu verdanken habe. Es ist jedoch auch immer wieder schön, Halle zu besuchen und durch die schöne Innenstadt zu schlendern. Meinen bisher schönsten Auftritt hatte ich ehrlich gesagt in einem kleinen Café in Halle ;)“
 
11.Letzte Worte für die Leser?
„Erst einmal dir, liebe Josephine, vielen Dank für das Interview!
Ich freue mich natürlich über alle, die sich jetzt vielleicht ein bisschen für mich und meine
Musik interessieren und verweise, wie sollte es auch anders sein, auf meine FacebookSeite „
Weitere Links:
Umsonst oder mit „pay what you want“ kann man das Lied „Selbstflucht“ hier runterladen
Tims Youtube Channel findet ihr hier, auf Soundcloud sind hier auch aktuelle Lieder, auch etwas mit Looper.
Vielleicht sieht man sich ja mal auf einer Veranstaltung, ich würde mich freuen.

 

Published inSchreiben

Ein Kommentar

  1. Deine neue Sparte fetzt ;)
    Gefällt mir sehr, dass du mehr oder weniger unbekannte Künstler aus der Region vorstellst -Danke auch heute für die Erweiterung meines musikalischen Horizontes ..und mehr ;)

Kommentar schreiben:

Close
%d Bloggern gefällt das: