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10 Dinge, die…

…ich am Winter mag.

1. Die Dunkelheit.

Auch wenn es mich zu Anfang ziemlich deprimiert, dass die Zeiten, an denen man bis 22 Uhr im Freien sitzen konnte und es noch immer hell war, vorüber sind- irgendwann kommt der Punkt, an dem ich mich an die früh kommende Dunkelheit gewöhnt habe. Meine Mama hasst Dunkelheit, weil sie dann das Autofahren so anstrengend findet. Vielleicht bin ich deshalb immer so begeistert von den Lichtern, weil ich keinen Führerschein habe und mich bei Dunkelheit voll auf die Atmosphäre konzentrieren kann.

2. Die tote Natur.

Auch, wenn es mich zu Anfang ziemlich deprimiert, dass die Natur langsam in den Winterschlaf übergeht und die Bäume so kahl und die ganze Stadt so trostlos aussieht- irgendwann kommt der Punkt, an dem ich mich mit der Umgebung zu arrangieren weiß. Denn meine Gedanken machen keinen Winterschlaf und wenn ich durch eine Allee grauer, dunkler Bäume laufe, hängt meine Fantasie überall bunte Blätter an die Äste und ich finde mehr Inspiration denn je.

3. Die Kälte.

Auch, wenn es mich zu Anfang ziemlich deprimiert, dass die Sommerkleider im Schrank immer weiter nach hinten wandern und ich nur noch dicke, unförmige Pullis tragen kann- irgendwann kommt der Punkt, an dem ich die eisige Kälte mag. Die Augen tränen ein bisschen und ich habe das Gefühl, dass die eisige Luft meine Gedanken klarer macht. Ich habe immer kalte Hände und Füße. Immer. Es sei denn, es ist eisig kalt. Wenn ich im Winter lange draußen bin, werden meine Hände und Füße nach einiger Zeit immer ganz, ganz warm. Das mag ich. Meine Nase spinnt im Winter auch ein bisschen rum. Wenn ich länger als fünf Minuten an der frischen Luft bin, kriege ich einen Schnupfen und die Nase wird knallig rot. Hat meine Mama auch, keine Ahnung, woran das liegt. Als Kind nannten mich meine Freunde immer „Rudolf“.

4. Die Trägheit.

Auch, wenn es mich zu Anfang ziemlich deprimiert, dass ich morgens viel schwerer aus dem Bett komme und den ganzen Tag über nicht wirklich wach werde- irgendwann kommt der Punkt, an dem ich bewusst einen Gang zurück schalte und meine Trägheit einfach auslebe. Zumindest an einem Tag in der Woche wird das Schlaf-Shirt den ganzen Tag über angelassen und ich mache einfach mal nichts. Genetisch bedingte Wintermüdigkeit ist dann meine eigene Ausrede- Bären machen schließlich auch Winterschlaf.

5. Die Küche.

Auch, wenn es mich zu Anfang ziemlich deprimiert, dass meine Freunde scheinbar weniger Zeit haben (vermutlich, weil sie Punkt 4. auch sehr genießen) und ich so des öfteren zu Hause rumsitzen muss- irgendwann kommt der Punkt, an dem ich fast lieber zu Hause bin, statt durch die ungemütliche Stadt zu laufen. Denn ich liebe unsere Küche. Fast täglich sitze ich mehrere Stunden am Küchentisch, trinke Tee und schreibe. An meinem Roman, für den Blog, für Slams.

6. Tee.

Ich kann es kaum erwarten, wenn endlich wieder die Zeit zum Tee trinken da ist. Im Sommer trinke ich zwar auch Tee, aber so ganz frisch aufgebrüht ist es dann doch sehr merkwürdig, bei 25 Grad und strahlender Sonne über einer dampfenden Teetasse zu sitzen. Sobald die Tage kürzer werden fröne ich dann wieder exzessiv meinem Teekonsum und trinke durchschnittlich 2 Liter Tee pro Tag.

7. Den Schnee.

Ich kann es kaum erwarten, wenn der Schnee wieder fällt. Ich habe das Gefühl, dass, wenn Schnee liegt, die Welt stiller wird. Alle Geräusche, der Autolärm, die Straßenbahn, die Fahrradklingel, das weinende Kind, erreichen nur noch gedämpft meine Ohren. Und… alles ist weiß. Viel mehr will ich dazu gar nicht sagen, ich denke, fast jeder mag Schnee, sodass vermutlich jedem spontan einige Punkte einfallen, die er am Schnee mag.

8. Flauschige Socken.

Ich kann es kaum erwarten, wenn ich bei überraschendem Besuch nicht mehr als Vollpfosten dastehe. Meine Mama meinte es nämlich sehr gut, sodass meine Sockenschublade voll von flauschigen Kuschelsocken ist. Bunt geringelt mag ich sie am liebsten, aber meist bin ich zu faul, zwei passende zu suchen, sodass ich immer 2 unterschiedliche Socken an den Füßen trage. Und zuhause mag ich keine „Hausschlappen“. Ganz und gar nicht. Deshalb laufe ich sogar im Hochsommer mit den Weihnachtlichen Kuschelsocken durch die Wohnung und ernte regelmäßig abschätzige Blicke. Jetzt, im Winter ist es endlich wieder legitim, Kuschelsocken zu tragen. Yay.

9. Die Badewanne.

Ich kann es kaum erwarten, wenn meine Zehenspitzen in das heiß dampfende Wasser eintauchen. Klar, im Sommer geht man selten baden. Aber eigentlich konnte ich schon seit 2 Jahren nicht mehr baden gehen, weil meine 2 letzten Wohnungen keine Badewanne hatten und es in der WG auch nicht gerade leicht war, für eine Stunde das Bad zu besetzen. Umso mehr feiere ich die Badewanne in unserer Wohnung. Insgeheim fürchte ich mich jetzt schon ganz schrecklich vor der Wasserabrechnung, aber Verdrängung ist da wohl das wirkungsvollste Mittel

10. Die Gedanken an den Sommer.

Ich kann es kaum erwarten, wenn die Tage wieder länger werden. Selbst Anfang September denke ich schon wieder an den nächsten Sommer und freue mich auf die warme Sonne. An richtig blöden Wintertagen, wenn nur dicke graue Dezemberwolken den blauen Himmel besetzen und der Nebel die Sicht trübt, wenn irgendwie alles blöd ist und ich auf gar nichts mehr Lust habe, sehe ich aus dem Fenster und träume mich weg, ins Warme, in den Sommer.
Was mögt ihr am Winter?
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