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Kann man ja mal machen (Buchverlosung)

Es ist über 3 Monate her, dass ich meine letzte Rezension veröffentlicht habe- deshalb spukt schon seit einiger Zeit in meinem Hinterkopf der Vorsatz, eine neue Rezension zu schreiben, herum. Wie das Leben so spielt, trat ich letzte Woche in Leipzig auf der Lesebühne Stubenreim auf und konnte kurzerhand mit der Autorin/Veranstalterin über die Idee ihrer Buchvorstellung auf meinem Blog reden. Das heute vorgestellte Buch stammt also von der Poetry Slammerin Linn Penelope Micklitz, die damit ihr Debüt auf dem Buchmarkt feiert.

Sie war außerdem so nett, mir ein Exemplar zur Verlosung an meine Leser zur Verfügung zu stellen.


Gewinnspiel: Was müsst ihr tun?

 Schreibt mir – unter diesem Post einen Kommentar/ bei facebook eine Nachricht/ eine Email- und hinterlasst mir eine Kontaktmöglichkeit.
Der Gewinner wird am 10.02.2014 ausgelost. 
Superzusatzextralose gibt’s auch noch, und zwar:
  • wenn ihr das Gewinnspiel auf eurem Blog/ via facebook teilt (Link angeben!) (1 Extra-Los)
  • wenn euer Teilnahmebewerbungstext besonders nett geschrieben ist (auch 1 Extra-Los)
  • wenn ihr begründet, warum ihr das Buch gerne gewinnen möchtet (auch 1 Extra-Los)
Ich wünsche euch erstmal viel Glück. So. Damit ihr aber überhaupt wisst, was ihr gewinnen könnt:

Linn Penelope Micklitz: „Kann man ja mal machen- Ein Reisetagebuch“

Einige Passagen des Buches habe ich bereits aus Poetry Slams gehört. Das erste Mal im März des letzten Jahres, noch auf einem meiner ersten Slams. Schon damals war ich neugierig, wie es weiter geht. Umso größer war die Freude, als ich von der Buchveröffentlichung erfahren hatte.

Linns Schreibstil sorgt nicht nur dafür, dass das Gelesene wie Öl runter geht, sondern einen auch permanent zum Schmunzeln bringt. Auf den wenigen Seiten kreiert (ich nehme das Verb jetzt einfach mal, da ich mir nicht sicher bin, wie nah das Buch an der Wahrheit ist) Linn zwei glaubwürdige Charaktere, ohne dem Zwang der übertriebenen Beschreibung zu erliegen. Und in diesem literarischen Purismus liegt für mich auch der Höhepunkt des Buches: Die Dialoge, die Sätze, selbst die Träume wirken gut durchdacht und jedes Wort sitzt, sodass man beim Lesen zum einen sehr schnell in die Geschichte reinkommt und ihr auch die absurdesten Pointen abkaufen will.

Das kann aber unter Umständen für merkwürdige Blicke von Mitmenschen sorgen: Ich las das Buch im Zug und musste stellenweise hörbar laut lachen und dann mit den skeptischen Blicken der anderen Zuggäste zu Recht kommen. Da das Buch nicht groß genug ist, um sich dahinter peinlich berührt zu verstecken, brauch man ausreichend Selbstbewusstsein, um das in der Öffentlichkeit zu lesen. Damit ist jetzt auch die ironische Brücke zum kritischen Teil geschlagen:

Das Einzige, was ich zu bemängeln habe, ist die Kürze des Buches, denn nachdem die Leselust so richtig entfacht wurde und man in einen halben Leserausch kommt, ist es einfach viel zu schnell vorbei.

Insgesamt betrachtet blieb bei mir das breite Schmunzeln auf dem Gesicht und die Lust auf mehr.  Ich als chronischer Fußnoten-Ignorant konnte außerdem feststellen, dass manchmal Fußnoten sinnvoll sind. In diesem Falle waren es kleine Zusatz-Pointen, über die man nicht einfach so hinweglesen sollte.

Informationen:
Seiten: 72
Verlag: Blaulicht Verlag
Bestellmöglichkeit: Amazon
Inhalt/ Klappentext:

Konrad und ich sind verwandt, aber nicht so richtig mit Blut und so, sondern einfach weil es passt. «Der Konrad ist mein Cousin», sage ich immer, und das fühlt sich richtig an so. Und deshalb beschließen Konrad und ich eines schönen Tages, zusammen egzufahren. «Kann man ja mal machen», hatte er gesagt, und dabei sein typisches «kann man ja mal machen»- Gesicht gemacht. Wir hätten einfach mal raus an die frische Luft gehen können, ein paar Runden um den Block, aber weil ich mir was beweisen muss: Wandern! Im Mittelgebirgs-Hochmoor-Wald Westirlands! Wir sind ein gutes Team, der Konrad und ich: Er sorgt dafür, dass wir überleben, und ich sorge dafür, dass er es dabei nicht so leicht hat. 

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5 Comments

  1. Liebe Josephine,
    ich würde gerne.. Quatsch. Schon meine Textformulierungslehrerin (Ja, sowas hab ich als Fach!) sagt, dass solche Formulierungen veraltet sind. „Würde“ „Hätte“ „Könnte“ .. Machs doch! Kann man ja mal machen, wenns die Lehrerin sagt. Ich mache super gerne beim Gewinnspiel mit.

    Tatsächlich habe ich letztes Jahr das erste mal von Poetry Slams gehört und wurde direkt mit den Worten von Patrick Salmen sehr deutlich gemacht, dass mir diese Art von Wörterwahl, die Art zu Erzählen einfach unglaublich gefällt und genau meinen Geschmack trifft. Seitdem bin ich regelrecht süchtig nach neuen atemberaubenden, witzigen, zum Nachdenken anregenden Texten.

    Der kleine Ausschnitt, den du aus dem Buch preisgegeben hast, brachte mich schon wieder zum grinsen und mit geht es genau wie dir – ich bin gespannt, wie es weiter geht. Und überhaupt (auch wenn ich mir vorstelle, dass es viel mehr um das Zwischenmenschliche und Persönliche geht) es fängt in Westirland an. Dieses Jahr steht die Reise nach Irland mit meiner Mutter an. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten die unglaublich schöne Landschaft zu erkunden, da wäre ein solches Taschenbuch doch wie gemacht in meinem Rucksack!

    So, genug von der Seele geschrieben. Ich hoffe das gilt als netter Teilnahmetext und die Begründung reicht dir auch aus. Ansonsten hauch ich auch gerne noch einmal in die Tasten :-D

    Meine E-Mail ist: maribelskywalker@gmx.de

    Tschöö mit ö :-)

    • Na aber hallo, das verdient 2 extralose ;) da hast du dir wirklich mühe gegeben (und deine Textformulierungslehrerin wäre stolz auf dich) :) liebe Grüße

  2. Wuuu eine Verlosung! Ich gehe ja immer sehr sehr gerne auf Poetry Slams, und so oft höre ich dort geniale Texte von Autoren, die hinterher auch ihre Bücher verkaufen, aber ich hab noch nie eins gekauft. Deshalb versuch ich mal hier mein Glück, vielleicht ja mein Einstieg in Poetryslambücher ;) Noch dazu klingt die Inhaltsangabe einfach schon unglaublich witzig – sehr vielversprechend also. Klingt nach dem perfekten Buch zum Abschalten und In-der-Bahn-lesen.

    Auf Facebook ist es übrigens geteilt: https://www.facebook.com/Heldenwetter/posts/3756081757962?stream_ref=10

    • =) Schön, ich freue mich, dass du mitmachst. Und danke fürs teilen. Da regnets auch wieder extralose, hihi

  3. Kann man ja mal mitmachen. Auf Extralose verzichte ich, ich bin mir sicher, dass du mich ziehst. Schöne Kommentare gibt es wieder einmal woanders. ;)

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