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[Straßenkunst] Teil 2 von 3: Freiimfelde- das Große

Heute gibt es ein kleines Lebenszeichen von mir. Ich glaube, wenn dieser Post online geht, habe ich meine halbe Tour hinter mir und bin gerade auf dem Weg nach Cottbus. Da ich in meinen letzten Posts immer wieder von den Street-Style Aufnahmen berichtet habe, wird es höchste Zeit, euch einige Fotos von dem Tag zu zeigen. Der erste Teil der Straßenkunst bezog sich vor allem auf die nördliche Innenstadt von Halle und zeigte kleine Ausschnitte von Graffiti, Cut Outs und Aufklebern.
Heute also zeige ich euch Straßenkunst im Viertel Freiimfelde.
Wenn man neu in Halle ist, wird einem oft gesagt, man solle das Viertel meiden, weil dort früher “nur Prostituierte und Asylempfänger und die ganzen Kriminellen” gewohnt haben. Aber, falls das überhaupt mal gestimmt haben sollte, mittlerweile ist das völliger Quatsch.
In dem Viertel, das auch oft als das “vergessene Viertel” bezeichnet wird,  befindet sich auch die relativ bekannte “Freiraumgalerie“- ein großes altes Gebäude, in dem sich Künstler ihre kreativen Atelier- Ecken mieten können. -Mir fällt gerade auf, dass ich vielleicht davon auch mal in einem Extra Post berichten könnte…- Diese Galerie beschränkt sich jedoch nicht nur auf ein Gebäude, wie im vorherigen Satz beschrieben, sondern nimmt eigentlich einen Großteil des Wohnviertels in Anspruch- mehr noch: sie ist ein abstraktes, gemeinnütziges, soziales und kreatives Projekt. Auf der Website von der Freiraumgalerie findet ihr mehr Infos.
Wenn  man also durch das berüchtigte Viertel läuft, wird einem schon nach kurzer Zeit klar, warum es so besonders ist. Viele Häuser stehen leer und verrotten allmählich, doch die Fassaden haben Charakter. Um genau zu sein, sind sie zu gigantischen Graffitis umgewandelt, die Künstler aus aller Welt gezeichnet haben.

Seit ich diese Häuser zum ersten Mal gesehen habe, wollte ich darüber berichten, aber immer wieder kam den Fotoaufnahmen irgendwas dazwischen. Retrospektiv bin ich froh, dass es sich so lange hinausgezögert hat, denn so habe ich den ersten grandiosen Tag des Jahres (mit Sonnenschein und gute-Laune-Wetter) in den Aufnahmen festhalten können.

Übrigens ist im Post-Titel von dem Großen die Rede. Eigentlich sollte es selbsterklärend sein, schließlich zeige ich euch heute Fotos von Kunstwerken auf kompletten Häuserfassaden. Aber nur, um es schon mal anzukündigen: Bald kommt dann noch der dritte Teil der Straßenkunst-Serie, auch im Viertel der Freiraumgalerie aufgenommen, in dem ich euch noch die Details, kleine Kunstwerke, zeigen möchte.
Die beiden Häuserfassaden (hier die Fotos direkt über und unter dem Text) sind ein offensichtliches Beispiel dafür, dass man nach längerem Hinsehen in den Kunstwerken immer mehr Details entdeckt, die auf dem ersten Blick gar nicht auffallen.
Besonders überrascht hat mich das Hausfassadenkunstwerk hier (Bild oben). In der Galerie selbst habe ich das Bild in “klein” (ca 2 mal 1 Meter groß) auf Papier an einer Wand hängen gesehen. Ein guter Freund von mir hatte eine Zeit lang dort sich auch ein kleines “Büro” angemietet und jedes Mal, wenn ich ihn in der Galerie besuchte, blieb ich für einige Momente an dem Bild hängen. Der Künstler hat einen ganz eigenen Stil und das Bild war mein absoluter Favorit von ihm. Ich hatte immer die Befürchtung, dass es eines Tages in der Galerie verschwunden ist… und dann entdecke ich es plötzlich beim Herumlaufen haushoch auf die Mauer gemalt!
Das letzte Foto hier der Reihe ist auch ganz besonders. Wir entdeckten dieses Mauergemälde ganz zufällig auf dem Hinterhof eines Hotels. Es zeigt der Stadt Halle. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass Menschen verschiedenster Zeitepochen hier herumschwirren- Entdeckt ihr den Punk? (Guckt mal unter dem Pferd nach…)
Und? In welchem der Häuser würdet ihr am Liebsten wohnen? 
Gibt es bei euch in der Stadt auch ein vergleichbares Viertel?
Published inKnipsenLeben

6 Comments

  1. Isa Isa

    wohaa total schön :) ich weiß gar nicht in welchem ich gerne wohnen würde, da sind einige super schöne bei! Bei mir gibt es sowas leider nicht.

  2. Wow, die Sachen sehen echt cool aus. Macht die Häuser viel schöner und attraktiver. :)

  3. Woow! Wie grandios!! Ich denke mir gerade, dass ich unbedingt mal nach Halle muss, um mir das anzusehen :) Das vorletzte Foto! Und das mit dem Hasen! Und eigentlich alle! So toll!

    In Regensburg gibt es kein eigenes Viertel, aber eine Straße, in der es früher mal eine ähnliche Kunsteinrichtung gab. Die Straßenkunst darum herum war jedoch nicht mal im Ansatz so gewaltig und schön, und inzwischen wurde das Ganze auch schon von der Stadt geschlossen und soll bald abgerissen werden :/

  4. Huhu du Liebe!

    Ich liebe Straßenkunst, die wirklich künstlerisch gemacht ist und hochwertig aussieht. Ich finde bei einigen Graffitis sieht es eher nach Beschmutzung, als nach Kunst aus. Aber die, die du rausgesucht hast, sind wirklich toll! Ich glaub, ich würd am Liebsten in dem Haus mit dem Kaninchen und dem Goldfisch wohnen – das find ich richtig schön!

    Außerdem wollt ich dir nur kurz Bescheid geben, dass ich endlich dein “What’s your Job?” Interview auf meinem Blog veröffentlicht hab. Ich hoffe, es ist alles so, wie du es dir vorgestellt hast. Wenn nicht, dann meld dich einfach bei mir! Hab noch einen schönen Tag!

    Liebe Grüße
    Anna

  5. Straßenkunst sind nicht nur bemalte Häuser, Stromverteilerkästen usw., sondern auch Musiker, Tänzer, Puppenspieler. zB die Breakdancer von “Aus Prinzip” (HH-Bremen), die ich in Hamburg filmte: https://www.youtube.com/watch?v=IzPBHCL5Inc
    Oder Manfy Manfire, ein Sänger und Bastler, der auch mich als Erwachsenen. anspricht:


    und als drittes Beispiel -keine Große Kunst, aber doch zum Schmunzeln :


    herzliche Grüße aus Wilhelmsburg
    Raimund Samson

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