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Brügge sehen… und lieben [Teil 3]

In meinem ersten Bericht schilderte ich euch den ersten Abend und den darauffolgenden Tag in Brügge. Ein typischer Touri-Gang durch die Stadt, mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten (u.a. Belfried & eine Grachtentour) und teurem Essen inklusive. Teil 2 thematisierte hauptsächlich die romantische und grüne Seite von Brügge- mit einigen spontanen Tier-Shootings und dem sich langsam einstellenden Erholungseffekt. Weil heute die Sonne so schön scheint und das Wochenende vor der Tür steht, habe ich heute Lust euch im letzten Teil der Brügge-Reiseberichte noch ein paar Erlebnisse zu zeigen:


Tag 3: Brügges Umland

Ich mag es, wenn Urlaube nicht bis ins kleinste Detail durchgeplant sind. Auf dem Weg nach Brügge hatten wir nur die grobe Idee, einen Tag mal ans Meer zu fahren- schließlich ist Brügge nur 15km von der Nordsee entfernt. Als dann am letzten Urlaubstag die Sonne schien und es richtig sommerlich warm war, entschlossen wir uns kurzerhand, auf den Tipp unseres Hoteliers zu hören und mieteten uns Fahrräder. 12€ für einen Tag sind schließlich nicht viel- und mit dem Auto kann ja jeder fahren.
Nachdem wir es geschafft hatten, ohne Karte – nur mit einer auf dem Handy gespeicherten Google-Maps-Route- aus Brügge hinaus zu kommen, fuhren wir immer am Boudewijnkanaal in Richtung Meer. Der erste Streckenabschnitt war allerdings nicht wirklich grün und spannend, da links und rechts vom Kanal Industriegebiete sind.

…doch später retteten dann die Umwege über kleine Dörfer unsere Illusion von eine grünen, naturnahen Radtour. Kühe und kleine Volksfeste inklusive.

Unser Plan war, erstmal nach Zeebrugge zu fahren und von da aus nach Blankenberge- dort einen Snack, ein bisschen Stranderholung und dann die Strecke wieder zurück. Zwischenzeitig wurde es auf dem Fahrrad so warm, dass ich am liebsten barfuß und im Bikini weitergefahren wäre.

Zeebrügge ist, wie der Name schon vermuten lässt, nur ein Ortsteil von Brügge, hauptsächlich bekannt für seinen Hafen. Dass dieser Hafen zu den modernsten ganz Europas zählt, war mir recht egal. Hauptsache das Meer sehen, am Strand entlanglaufen, den Möwen lauschen…

Seltsamerweise war der Strand und die schön gestaltete Strandpromenade trotz des schönen Wetters wie ausgestorben. So leer ist es an meinen „Heimatstränden“ der Ostsee selbst bei minus 10 Grad und eisigem Wind nicht. Der Zwischenstopp gestaltete sich deshalb recht kurz- ca. 100 Fotos vom Meer schießen und sich über die Aussicht freuen und weiter gehts…

Zwischen Zeebrügge und Blankenberge liegen nur 5km Strand und Dünen. Auf dem Foto oben erkennt ihr Blankenberge, unser eigentliches Reiseziel des Tages. Wir kamen dort auch an, aber drehten auf dem Fahrradabsatz sofort wieder um. Die Menschen, die am Strand von Zeebrügge fehlten, tummelten sich hier.
Aber warum gerade hier? fragte ich mich- und bis heute weiß ich noch keine Antwort darauf. Ziemlich hässliche Hochhäuser waren direkt am Strand und warfen einen großen Schatten über alle aneinandergereihten Fressbuden; 0-8-15-Cocktailbars und den Strand an sich. Und dennoch quetschen sich Menschenmassen in sämtliche Winkel des Strandes….
„Die spinnen doch, die Belgier“, hätte ich sagen können- aber der Satz ist schon zu ausgelutscht. Also zuckten wir beide nur mit den Schultern, schwangen uns auf die gemieteten Drahtesel und suchten uns ein schönes Fleckchen in den Dünen vor Zeebrügge. „Schuhe aus und ab ins Meer…!“, dachte ich. Aber dummerweise war die Nordsee der Jahreszeit angemessen. Nur, weil die Sonne uns an dem Tag 20 Grad warme Luft um die Ohren pustete, blieb es immer noch Ende März. Dummerweise hatte ich nicht mit gefühlten 1 Grad kaltem Wasser gerechnet. Meine Reisebegleitung anscheinend schon, denn sonst wäre dieses Foto nicht entstanden. Was tut man nicht alles für die Kamera…
Ziemlich kaputt kamen wir am frühen Abend wieder in Brügge an. Auch da war die Innenstadt von Menschen ziemlich überlaufen- muss wohl am Wetter und am Wochenende gelegen haben- aber wir fanden dennoch ein gemütliches irisches Restaurant und ließen den letzten Urlaubstag dementsprechend angenehm ausklingen.
 
 
Published inKnipsenReisen

Ein Kommentar

  1. Das sieht wirklich wunderwunderwunderbar aus! Richtig schöne Fotos :) Ein spontaner Ausflug ans Meer ist mit nichts zu ersetzen :) Haben wir in Amsterdam auch gemacht!

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