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Ferienmelancholie

Da ich die Tage gerade an der Ostsee verweile und mehrmals täglich mit Kamera bewaffnet das Haus verlasse, habe ich mittlerweile wieder eine stattliche Fotosammlung zusammen. Darunter einige Bilder, die (meiner Meinung nach) gut zum folgenden Gedicht passen:

[Erst kürzlich verfasst und letzte Woche aufgenommen]
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Ferienmelancholie

Hinter dem Ferienbild an der Wand drehen

Staubflocken rückwärts Spiralen, tropfen

Tapetengeister heimlich bergauf, knirschen

Zementritzen, die wie Kuckucksuhren klingen,

so wie Vögel rauschen und Meere singen.

Das Bild, irgendwann von dir abgenommen,

angezündet und aufgestoßen, nur der

weiße Fleck am Knie tut noch weh und

auf Zehenspitzen gehen zwei Möwen am blauen Strand

spazieren auf Kieselwellen Flügel in Hand.

Mitten im Raum und vor dem Bilderrahmen reden

nun Bücher mit Topfpflanzen, ficken

Bettdecken und das Papier trennt sich

lautstark vom Restmüll, nur unsere Fotografie

schwelgt sprachlos in Ferienmelancholie.

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Published inKnipsenSchreiben

3 Comments

  1. Friedeburger Basti Friedeburger Basti

    Sehr schön wirklich. Gerne mehr davon.

  2. Ich bin beigeistert mal wieder! Die Stimmung, die du damit verbreitest.. hach. Ich glaube ich muss im September noch mal ans Meer!
    Da ich jetzt in Hamburg bin und die Eltern meines Freundes nur eine gute Stunde entfernt am Meer wohnen, ist das sogar möglich!!

    Fühl dich gedrückt – danke für diesen Post!

    Maribel

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