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#travelguide: Tipps zum guten Reiseantritt

Das Warten ist vorbei, nur noch wenige Stunden verbleiben, bis mein Flieger Richtung San Francisco abhebt. In den letzten Tagen war ich die Ungeduld in Person, wenn ich nicht Recherche über die Stadt betrieb und mir Notizen machte, war ich damit beschäftigt, meine ellenlange To-Do Liste abzuarbeiten. Nun sind die letzten Reisevorbereitungen längst abgeschlossen und mein Gepäck steht bereit.

Vor einiger Zeit habe ich euch ein paar Tipps zum Planen/Buchen der Reise gegeben- von der Zielauswahl, der Buchung von Unterkunft und Anfahrt. Weil es heute gerade ideal passt, will ich hier noch ein paar praktische Hinweise zur konkreten Reisevorbereitung- Koffer packen, Alltagsstress und To-Do-Liste – festzuhalten.

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1. Zeit zum Packen nehmen

Nicht nur aus Ungeduld beginne ich mit dem Packen – zumindest gedanklich – schon Wochen zuvor. Denn bevor ich überhaupt einen Flug buche, erkundige ich mich über die jeweiligen Einreisebedingungen des Ziels. Das Beschaffen wichtiger Dokumente wie Reisepass oder Visa kann in manchmal ziemlich aufwendig sein und lang dauern. Doch auch beim Kofferpacken fängt der frühe Abenteurer den Wurm. In der ganzen Aufregung wird schnell mal das Badezeug oder das Ladegerät zuhause vergessen. Wenn es nicht gerade das Lieblingskleid ist, das daheim in der Waschmaschine vergessen wurde, kann das meiste natürlich am Ziel nachgekauft werden- aber das kann schnell teuer werden und ist nicht nachhaltig, es hinterlässt bei mir ein Gefühl der verschwenderischen Wegwerfmentalität.

2. Urlaub fängt im Kopf an

Bei mir sind Reisen irgendwie immer untrennbar mit Urlaub, einer Flucht aus dem Alltag, verbunden. Floskeln wie “die Seele baumeln lassen” “Erholung pur” oder “den Urlaub bitter nötig haben” kenne ich nicht nur aus Reisekatalogen, ich benutze sie selbst ganz oft, wenn ich anderen von einer bevorstehenden Reise erzähle. Aber eigentlich möchte ich nicht total kaputt in die Reise starten, sondern sie vom ersten Moment an in vollen Zügen genießen. Statt die letzten Kraftreserven aufzubrauchen, halte ich mir die Tage vor Reiseantritt frei. Entschleunigung und Vorfreude statt Vollpower und Stress. Und ich mache um Schnupfnasen ein großen Bogen, denn eine Erkältung kann ich auf Reisen überhaupt nicht gebrauchen.

3. To-Do Liste

Da ich irgendwie jeden Tag tausend Dinge erledigen muss, komme ich ohne eine To-Do Liste kaum zurecht. Statt die Hälfte zu vergessen, kann ich so den Tag viel besser planen und nutzen. Was sich im normalen Alltag als praktisch erwiesen hat, ist für mich bei einer größeren Reise überlebenswichtig. Seit zwei Wochen liegt eine A4 -große To-Do Liste auf dem Schreibtisch, die mich auch an Kleinigkeiten oder eigentlich Selbstverständliches erinnert. Nochmal Blumen gießen [check] Musik für unterwegs [check] die liebsten Menschen nochmal treffen [check]– rundum sorglos und mit einem guten Gefühl die Reise antreten: check!

4. Platzsparend packen

Generell checke ich vorab bei Flügen die Gepäckvorschriften der Airline. Kommt man über das erlaubte Gewicht, kann es wieder teuer werden. Die Auswahl der Kleidung hängt nicht nur vom Reiseziel ab, sondern auch von der Art des Reisens. Bei 2 Wochen Badeurlaub im Hotel kann man bedenkenlos den wuchtigen Koffer vollknallen. Aber wie packt man einen Rucksack für 3 Wochen? Hier habe ich noch ein paar Dinge aufgelistet, die sich bei mir bisher immer bewährt haben:IMG_8475

  • Das Zwiebel-Prinzip: Statt des fetten Wollpullis für evtl. kalte Tage lieber kombinierbare Sachen wählen, die sich übereinander ziehen lassen. Beispielsweise statt der schweren Jeans, unter Stoffhose eine Strumpfhose ziehen. Oder statt Regenjacke ein dünnes Cape zum überwerfen
  • Das Kombi-Prinzip: Die extravagant gemusterte Bluse bleibt im Schrank hängen- erstens zerknittert sie im Rucksack vollkommen, zweitens passt sie nur zu dieser ausgewaschenen Jeans oder diesem einen Rock. Basics zum drunter oder übereinander ziehen und kombinieren sind der Klassiker auf Reisen. Aber auch Kleider und Jumpsuits sind unglaublich praktisch, schließlich brauch es dann nur ein Teil für ein komplettes Outfit.
  • Unterwegs waschen: In der Zeit, wo meine Mutter noch meine Reisetasche für die Klassenfahrt gepackt hat, wurde für jeden Tag ein Schlüppi & ein Paar Socken abgezählt. Aber eigentlich geht es auch wunderbar, in einer Drogerie ein Reisewaschmittel zu kaufen. Das ist direkt auf eine Waschbecken-Wäsche ausgelegt, sodass man auch ohne Waschmaschine seine schmutzige Wäsche sauber kriegt.
  • Kontrollzwang daheim lassen: Das widerspricht ein bisschen meiner Aussage im 1. Punkt, aber: Wenn man sich beim Packen einschränken muss, darf man nicht für jede Eventualität sorge tragen. Klar können die Gummistiefel echt praktisch sein, wenns plötzlich drei Tage am Stück regnet. Aber ist die Wahrscheinlichkeit dafür recht gering, schleppt man nur unnütz viel mit sich rum. Wenn es nicht gerade mitten in die Wildnis geht, gibt es vor Ort für solche Fälle immer die Möglichkeit, sich nachträglich auszurüsten.
  • Platz nach oben: Wenn es irgendwie geht, versuche ich vorab noch Platz im Rucksack zu behalten- für Souveniers, eine außergewöhnliche Flohmarktentdeckung oder ein landestypisches Kleidungsstück. Auch bevorzuge ich manchmal die abgelaufensten (aber bequemen) Schuhe, die ich ohne weiteres auf Reisen zurücklassen kann oder bewusst unterwegs durch ein neues Paar ersetzen kann.
  • Weiterlesen: Ariane hat vor einiger Zeit einen ähnlichen Post zum Backpacker-Packen verfasst. Auch sie schwört auf das Zwiebelprinzip (Und Kleider!:) ) und zählt auch noch einige weitere Punkte auf, die unglaublich nützlich sind.
Published inReisen

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