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Frisco: Menschen & Gedanken (travel diary)

I’d fallen in love with california.

Ich kann es nicht fassen, dass ich erst 1 1/2 Wochen hier bin, weil ich schon so viel erlebt und gesehen habe. Den Gedanken an die näher rückende Heimreise schiebe ich weit von mir weg- das funktioniert am besten, wenn ich mir einrede, dass ich gar nicht zurückfahren werde.

Ich habe schon das beste Sandwich, die süßeste Zitrone und die leckerste Orange aller Zeiten gegessen, die Natur von California bestaunt, spoken word Shows, einer Parade und einem Volksfest beigewohnt, Kolibris und Eichhörnchen aus der Nähe bestaunt und Jasmin, Pazifikwind und Großstadtmix gerochen. Und doch sind es die Bekanntschaften, die die Reise so fantastisch machen. Jeder hier ist irgendwie in die Kunstszene verwickelt. So habe ich in den wenigen Tagen spoken word artists/ Poetry Slammer, Moderatoren, Journalisten, reality show Macher, Musiker und Maler in unterschiedlichsten Kontexten kennen gelernt.IMG_8663

Ein Grund zur Begeisterung ist auch ihre Hilfsbereitschaft, die ich neulich schon angedeutet habe. Ich bin ein Trottel. Und was machen Trottel? Genau! Sie vergessen die PIN Nummer ihrer Kreditkarte und können deshalb kein Bargeld abheben. Zum Glück kann man in den USA alles mit Kreditkarte zahlen, ohne eine PIN eintippen zu müssen -außer in manchen Bars. Doch bisher gab es immer jemanden, der mir gerne aushalf und ein Getränk ausgab, ohne, dass ich darum bitten musste.

Damit ihr meine Begeisterung vielleicht besser versteht, hier ein paar kurze Bekanntschafts-Geschichten:

Aaron

…war mein erster Host und hieß mich nach meiner Ankunft in California willkommen. Er nahm mich mit zu einer listening Party, wo ich viele weitere tolle Künstler kennen lernte und am letzten Abend meines Aufenthalts bei ihm saßen wir auf dem Boden seiner Küche, während er versuchte, mir das Rappen beizubringen.

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Matthew

…ist einer der Musiker, die ich auf der Party kennengelernt habe. Er nahm mich mit zum art mumur in Oakland. Das findet jeden Freitag abend statt- einige Straßen werden gesperrt, weil dort Kunst in jeder  Form ausgestellt und präsentiert wird. Es gleich einem riesigen Volksfest oder Festival und alle Galerien in der Nachbarschaft haben wie einen Tag der offenen Tür. Im Anschluss schauten wir uns noch in zwei verschiedenen Bars live Musik von 3 verschiedenen Bands an- und ich aß das beste Sandwich meiner Zeiten. Matthew ist übrigens ein Zeitzeuge von 9/11, er stand auf den Straßen von New York und beobachtete fassungslos die einstürzenden Twin Towers… aber das ist eine andere Geschichte.

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Shane

…habe ich über Couchsurfing kennen gelernt. Vor meiner Abreise hatte ich sie kontaktiert, weil ich Angst hatte, niemanden zu treffen und einsam zu sein. Heute klingt das für mich total abwegig- dennoch schrieb sie mir spontan, dass sie am Sonntag mit Freundinnen wandern geht und mich mitnehmen würde. So liefen wir über 4 Meilen (ca 7km) und bestaunten die wunderbare Landschaft von Mount Tamalpais und den atemberaubenden Blick auf San Francisco. Die Mädels waren allesamt so liebenswert- ich fühlte mich, als wäre ich nicht neu in der Runde, sondern schon immer mit ihnen befreundet. Shane hat viele Freunde in Deutschland und begann vor 6 Wochen deutsch zu lernen. So wurde die Wanderung zu einem Sprach-tandem-Erlebnis Trip: Wir versuchten, ihre deutsche Aussprache und generell das Gespräch in deutsch zu üben und später arbeiteten wir an meiner englischen Aussprache. Mir haben nämlich viele gesagt, dass ich sehr gut englisch spreche, aber man einen Akzent raushört. Shane konnte konkret sagen, an welchen Worten/Buchstaben es hapert (where, wonder, wore, watch, wear) und ich hab jetzt einen Angriffspunkt zum üben bekommen. Mit einem Mini Cooper fuhren wir zurück in die Stadt- natürlich ging es ganz klischeehaft und wunderbar bei Sonnenuntergang ging über die Golden Gage Bridge.

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Published inLebenReisen

3 Comments

  1. Ohh, du scheinst da ja echt hinzugehören :) Wie toll! Hab noch ganz viel Spaß!

  2. Wundervolle Ereignisse bis dato. Ich bin wirklich fasziniert, was man so auf eigene Faust alles erlebt. Ich bin echt hin und weg von der Landschaft dort. Deine Reise verstärkt den Wunsch um einvielfaches, auch mal dort hin zu reisen. Und dass viele deutsche gut Englisch sprechen, ist glaube ich tatsächlich so. Wir wollen das selber immer nicht wahrhaben, aber ich habe jetzt schon von so vielen gehört, dass mein Englisch so gut sein. Und das wohlgemerkt sowohl von Amerikanern, Engländern, Iren und sogar diversen Kanadiern.. also muss da wohl was wahres dran sein :D

    Ich wünsche dir noch eine atemberaubende Zeit!!

  3. Jetzt erst gelesen … – klingt alles total schön. Wunderbar, wenn die Leute einem so sehr das Gefühl geben, willkommen zu sein! War sicher ne ganz tolle Zeit dort. Bin gespannt, was du noch erzählen wirst.
    ;)
    Liebe Grüße
    Christiane

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