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Monatsrückblick 07/16

Sommerloch? Von wegen! Mein Monat ging im Alltag unter. Das Praktikum bei der Mitteldeutschen Zeitung frisst mehr Zeit als erwartet. Aber Spaß macht es. Meistens. 

Monatsstimmung als Bild

KGB Best Of Halle 2016

Rendezvous mit einer Schnake (I)

Sommer ist, wenn die Hitze mich dazu nötigt, meine von Mückenstichen und blauen Flecken übersäten Beine der Öffentlichkeit zuzumuten. Ich bin nämlich ein Tollpatsch und kriege sehr schnell blaue Flecken. Da reicht schon das Husten einer Mücke und zack! Ein blauer Fleck mehr. Wenn mich die Mücke dann noch stechen sollte, habe ich direkt neben dem blauen Fleck einen handtellergroßen Mückenstich. Voll unerotisch.

Sommer ist auch, wenn ich nachts kein Auge zubekomme. Mit Decke ist es zu warm und ohne werde ich vom Frösteln wieder geweckt. Und wenn es mal nicht der Kampf mit der Bettdecke ist, dann sind die Insekten schuld. Seit neuestem habe ich ein Fliegengitter (wie spießig!), sodass die Mücken mich in Ruhe lassen. Dennoch finden andere Insekten irgendwie einen Weg in mein Zimmer. Ich sollte meine Mitbewohner davon überzeugen, dass wir die gesamte Wohnung in ein Moskitonetz hüllen, damit ich endlich wieder in Ruhe schlafen kann. Neulich beim Einschlafen flog mir nämlich eine Schnake direkt in die Nase. Diese Tierart sticht zwar nicht, aber stellt mit ihren nicht vorhandenen Orientierungskünsten immer wieder unter Beweis, dass sie die Evolution verpasst haben.

Lieblingsfoto (Sommerabend, Blick von der Oberburg Giebichenstein)

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Rendezvous mit einer Schnake (II)

Die Schnake jedenfalls flog mir mit Karacho gegen die Nase. Ich wollte sie kaputtmachen, aber Tiermord ist blöd, außerdem war das Vieh schneller. In Spiralbewegungen tastete es sich weiter durch den Raum, um dann gegen meinen Schrank zu klatschen und und zu Boden zu gehen. Vermutlich hatte die Schnake vorher in der Küche aus meinem Weinglas getrunken. Oder sie hatte einfach einen schlechteren Orientierungssinn, als meine Mutter. Wenn das überhaupt möglich ist. Die Schnake ließ sich von dem Sturz aber nicht unterkriegen und setzte die Erkundung meines Raumes durch Frontalzusammenstöße fort. Vom Klatsch eines Aufpralls wurde ich immer wieder durch den Schlaf gerissen.

Am nächsten Morgen war sie dann einfach verschwunden und ich wurde traurig. Nicht mal einen Abschiedsbrief – oder eine Entschuldigung für die schlaflose Nacht – hatte sie mir hinterlassen. Lediglich drei neue, blaue Flecken an meinem Schienenbein erinnerten mich noch an ihren Besuch.

Unbeachteter Schnappschuss: Los, wir stellen ein glückliches Paar-Foto!

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 Diesen Monat…

…Gelesen:
Liebesleben“ von Zeruya Shalev 

…Gedacht: 
„Bachelorarbeit, wir müssen reden.“ 
…Geschafft:
 Jeden Tag um 8 Uhr aufzustehen.
Geärgert: 
Über meine Nachbarn im Hinterhof (echt, noch immer!) 
…Gefreut:
Jeden Tag etwas schreiben. So leicht kriegt man Glücksgefühle.
…Gelernt: 
Journalismus ist Handwerk und lässt wenig Platz für Poesie.
…Gehört:

Linktipps des Monats:

  • Starke Worte, ein klares Statement und ehrliche Gedanken über die traurigen Ereignisse der letzten Zeit hat Beatrice auf Reisezeilen formuliert. „I refuse to fear“ heißt der Post und das ist der stärkste Satz ihres Beitrags:  „Menschlich und besonnen und mitfühlend und solidarisch über die Landesgrenzen zu sein und uns natürlich auch zu fragen, was wir tun können um Terrorismus und Amokläufe zu verhindern.“  
  • Wie Indigene heute wahrgenommen werden und welche Eindrücke sie von dem Marktbesuch in Otavalo als Erinnerung mit sich nimmt, schilderte Ariane auf Heldenwetter in diesem Monat mit einer sehr lebendigen Sprache. Zusätzlich kann man beim Lesen lernen, warum auf Landkarten früher der Osten am oberen Rand lag. „Indigener Stolz, Nachdenken über die eigene Position in der Welt, und schließlich die unaufhaltbare Begeisterung über trockene Teigstücke – Otavalo und die Umgebung der Stadt, das ist eine ganz besondere Region, die mir nach zwei Besuchen irgendwie ans Herz gewachsen ist.“
  • Auf Sudelheft berichtet Ronja von Rönne über ihren Besuch. Der Tod ist nämlich um sieben Uhr morgens bei ihr vorbeigekommen. Und hat ihre Küche schmutzig gemacht. Jetzt schläft er in ihrem Bett. Hoffentlich wird sie den ungebetenen Gast bald wieder los.
  • Die Linksammlung vom Juli und den vorherigen Monatsrückblicken könnt ihr übrigens auch auf meinem Bloglovin-Profil unter „review“ finden.

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Zitat des Monats:

„Epilieren ist das Ritzen für Erwachsene.“
 
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