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Monatsrückblick 08/17

Mein August in einem Wort: Reisen. Ein kleiner Roadtrip durch Rumänien, viel Klettern, viel draußen sein und sich wie ein Gypsy fühlen. So ungefähr lassen sich die letzten Wochen zusammenfassen. Es war eine so gute Zeit, dass selbst der Bänderriss, den ich mir bei einem Absturz kurz vor Urlaubsende zuzog, meine Laune nicht trüben konnte. 

DER MONAT ZUSAMMENGEFASST IN EINEM BILD

BACK TO THE ROOTS (1)

Immer wieder erstaunt es mich, wie schnell die Tage im Urlaub vorübergehen. Innerhalb von drei Wochen habe ich mit dem Auto insgesamt 3.500 Kilometer zurückgelegt. Fünf Nächte am Stück war die längste Zeitspanne, die ich an einem Ort verbracht habe. Unterwegs verändert sich die tägliche Routine sehr schnell. Zum Beispiel wechselt mein Schlafrhythmus in den Rentnermodus.

Zuhause ist das Aufstehen vor neun Uhr täglich ein Kampf, manchmal braucht es drei verschiedene Wecker, die eine Stunde lang im Wechsel zwischen Snooze und Alarm das Schlafzimmer beschallen, bis ich mich knurrend erhebe. Auf Reisen erwache ich hingegen kurz nach dem Sonnenaufgang ganz von allein, erholt und voller Tatendrang. Dafür gähne ich bereits ab 22 Uhr ununterbrochen, frische Luft macht müde, und schleppe mich spätestens eine Stunde später halbtot ins Bett.

LIEBLINGSFOTO: Ausblick beim Klettern in Cheile Aiudului

BACK TO THE ROOTS (2)

Auch nehmen die banalsten Dinge nehmen einen großen Teil des Tages ein, alles dauert länger als Zuhause. Einkaufen auf dem Markt, zum Beispiel. Oder ein leckeres Essen auf einem kleinen Gaskocher zubereiten. Schwere Kanister von der Trinkwasserquelle zurück zum Lager schleppen. Die Straßenhunde von den Lebensmitteln weghalten. In der blauen Schüssel Wasser vom Fluss holen, um das Geschirr zu spülen oder die Wäsche zu waschen. Landkarten studieren und den nächsten Kletterausflug planen. Einen Riss in der Hose flicken. Feuer machen. Doch genau darin liegt für mich die Erholung; auf Reisen ist nichts wichtig, außer das Stillen der rudimentärsten Bedürfnisse. Da haben so ursprüngliche Tätigkeiten wie Feuerholz sammeln fast etwas Meditatives.

Statt in einer verrauchten Bar zu hocken, endeten die Tage am Lagerfeuer; statt Beats aus Boxen füllte das Zikadengezirpe die Schweigepausen; statt auf ein Display zu starren, sah ich in den Sternenhimmel – und musste wieder einmal feststellen, dass überhaupt nicht viel nötig ist, um glücklich zu sein.

UNBEACHTETER SCHNAPPSCHUSS: Gypsy mit Straßenhunden

IN DIESEM MONAT

… GEDACHT:
Das Leben kann so unkompliziert sein.
… GESCHAFFT:
Bei 36 Grad und Sonnenschein zu klettern.
… GEÄRGERT:
Das vorzeitige Ende der Klettersaison – durch Bänderriss
… GEFREUT:
Über frischen Pfefferminztee und verschmuste Straßenhunde
… GELERNT:
Was man bei der Zubereitung von Risotto alles falsch machen kann
… GELESEN:
„Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers (mal wieder)
… GESEHEN: 
„Eine Taube sitzt auf einem Ast und denkt über das Leben nach“ von Roy Anderson
… GEHÖRT:

 

LINKTIPPS DES MONATS

  • Wenn man einen Ort zum zweiten Mal bereist, vergleicht man automatisch Plätze, Stimmungen und die eigene Person. Was hat sich zwischen damals und heute verändert – und wie ich mich? Auf Heldenwetter thematisierte Ariane in dem Beitrag „Mein Herz schwankt“ genau diese Situation.
    „Ich laufe durch die flirrenden Straßen und suche nach den Orten, die in meinem Kopf gespeichert sind, nach den Fotos, die ich damals geschossen habe. In mir die pure Aufregung, ich freue mich wie ein Kind, wenn ich etwas wiedererkenne, ich hetze durch Gassen und über Plätze, weil sich der Abend immer mehr seinem Ende zuneigt.“
    In einer atmosphärischen Beschreibung schildert die Reisebloggerin ihre Gedanken, individuellen Erinnerungen und Emotionen bei einem Spaziergang durch Lissabon. Dem Beitrag haftet eine sommerliche Melancholie an, die ihn für mich zu einem absolut lesenswerten und erfrischend andersartigen Reisebericht machen.
  • In dem Post „Das Ozeanbuch – Über die Bedrohung der Meere“ stellt Beatrice von Reisezeilen das gleichnamige Buch vor und legt es in ihrer Besprechung den Leser_innen ans Herz. Kurz, knackig und ohne zu viel vom Inhalt zu verraten – die Rezension greift ohne große Umschweife und Floskeln die lobenswerten Aspekte des Buches heraus und macht Lust auf mehr.
  • Weitere Linktipps, die Linksammlung vom August und von den vorherigen Monatsrückblicken könnt ihr übrigens auch auf meinem Bloglovin-Profil unter „review“ finden.

ZITAT DES MONATS

„Pow, pow, pow!“

 INSTAGRAM-FAVORIT

Geteilt von @dievonbluetenstaub am

Published inLeben

Ein Kommentar

  1. Ein sehr schöner Beitrag und tolle Bilder :-) Ich beneide dich um deine tolle Zeit, man merkt, wie viel Freude du dabei hattest :-)

    Liebe Grüße
    Anna

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